Wir werden immer miteinander verbunden sein.
Wie das Meer und das Ufer.
Mal sind wir uns näher,
dann ferner.
Mal zerfliessen wir ineinander,
wenn Deine Wellen brechen
und sie meinen Sand aufwirbeln.
Deine Strömung reisst mich ein wenig mit,
aber nie weit.
Du umspülst meine scharfen Kanten
und ich empfange Deine Wucht.
Du berührst mich behutsam,
streichst über meine raue Oberfläche,
wenn Du versuchst meine Gipfel,
oder meine Tiefen,
zu ertasten.
Du verlässt mich mit dem Mond,
ziehst Dich wieder zurück.
Verabschiedest Dich und lässt mich einsam
für eine gewisse Zeit lang.
Wir sind grundverschieden.
Du bist erfrischend,
fliessend im Wechsel,
mal weich, aber immer stark,
grenzenlos und doch begrenzt.
Du preschst plötzlich nieder,
rauschst dann ruhig.
Deine Düsternis reicht tief.
Ich reiche in die Höhe.
Kann felsenfest sein.
Auf mir wächst Grün,
so viele Farben.
Oder karges Nichts.
Klare Formen und doch beweglich.
Ich speichere wohlige Wärme in mir.
Ich bleibe beständig,
lodernd heiss,
wo Du mich nicht erreichst.
Du formst,
und zeichnest mich
und ich schränke Dich ein,
zeige Dir Dein Limit auf.
Ich zerbrösle,
verfalle zu Staub,
während Du Dich zu Dunst verflüchtigst.
Wir reichen beide bis zum Horizont
und darüber hinaus.
Uns erwärmt die Sonne.
Jeden Tag.
Vielleicht sind wir uns doch ähnlicher,
als wir dachten.
In unserer Verbundenheit
– wir brauchen einander,
machen den Anderen aus,
werden aber niemals eins sein.
xxj
-
Wellenbrechen
-
Bewusst
Ich weiss, dass Du heimlich an mich denkst.
Manchmal ganz kurz vor dem Einschlafen,
unangemessen in unmöglichen Momenten,
oder plötzlich aus dem Nichts.
Es gibt Tage, da überlegst Du lange an mir rum,
an anderen kaum.
Dann träumst Du von mir,
erst tagsüber, hie und da auch im Dunkeln.
Alles unbedeutend, sagst Du Dir.
Sag ich mir.
Wenn Du Dich dazu entscheidest, spiele ich keine Rolle mehr.
Verschwinde ich im Wegsein.
Und das wäre in Ordnung, es ist Dein gutes Recht.
Wahrscheinlich sogar besser so,
richtig so.
Aber schaffst Du das?
Willst Du das wirklich?
Schade, denn
ich warte, ohne warten zu wollen,
auf ein Wort von Dir.
Ich möchte wissen, dass ich in
Deinen Gedanken bin.
Auch wenn nur ganz harmlos,
auch wenn alles andere als harmlos.
Warum verbissen schweigen,
sich anschweigen?
Ich werde hier nicht in Frust zerfliessen,
oder warten auf mein Glück.
Auch wenn ich es tue.
Ich weiss, welche Bedeutung,
welchen Wert,
Du für mich hast.
Werde dem gerecht,
oder trete zur Seite in meinen Gedanken.
Gib Raum frei.
xxj
-
Meeresbrise
Du warst nach so viel Zeit
wie der Wind.
Ich wusste Dich stets an meiner Seite,
manchmal zart,
süss zuflüsternd,
manchmal eisig,
oder lau.
Du hast meine Wange gestreichelt,
mich umarmt mit Deiner Frische,
mich erzittern lassen.
Du warst ein willkommener Begleiter.
Ich kannte Deine Art zu wehen,
Dein Wechseln von ruhig zu aufbrausend.
Du hast mich getragen,
manchmal vor dem Weiterkommen gestoppt,
Dich selten zurückgehalten.
Hast gepetischt,
um an einem anderen Tag wieder behutsam
durch mein Haar zu streichen.
Du hast geweht
mit Wehmut,
unsichtbar wehgetan,
warst wehrlos,
wenn ich Dir trotzen wollte.
Du warst schwer zu verstehen,
weil Du säuselst oder unfassbar stumm bist,
genauso, wie ich.
Ja, Du warst immer da,
manchmal nur im Hintergrund,
oder kaum merklich auf meiner Haut.
Ich schätze Dich
für Deine Treue,
für Deine stetige Kameradschaft,
Deine Lebhaftigkeit.
Ich glaube, ich nehme Dich wahr
als den, der Du vorgibst zu sein,
aber auch als den, der Du bist
mit Deinen stürmischen, sanften Seiten.
Eine sture Naturgewalt,
die sich in ihrer Natürlichkeit sicher ist.
Mich aufhorchen lässt
und mir auf unverständliche Weise
wohlgesonnen ist.
Wege freimacht,
niemals zwingt.
Manchmal machtlos zuschaut,
oder bestimmt von sich wegstösst.
Bitte bleib mir erhalten,
bleib an meiner Seite,
hülle mich ein in Deine Umarmung,
bleib da als milde Brise,
die mich wärmt, wenn mir kühl ist
und als bewundernswerter Lebenskünstler,
als anhaltender, rauer Luftzug,
den ich zu lieben gelernt habe.
xxj
-
Abheben
Zwischen erdrückendem Alltag,
gelähmtem Aufwachen und Einschlafen,
zehrenden Erwartungen,
brutalen Selbstzweifeln,
langanhaltendem Frust,
überraschender und einschüchternder Unbeständigkeit,
offenen und abgeschlossenen Dingen,
samtweichen Bettlaken,
rauer Winterluft,
kühler Ignoranz,
fest haltenden Armen,
wild pochenden Herzen,
wohltuenden Worten,
sanfter Zufriedenheit
und unfassbarem Glück
suche ich.
Was ich finden möchte, weiss ich nicht.
Vielleicht eine verborgene Stärke,
oder die Stärke von jemand anderem,
damit ich sie nicht selber aufbringen muss.
Vielleicht ein Selbstwert,
der anders ist,
als der Jetzige.
Als das Momentane.
Einen, dem niemand etwas anhaben kann.
Und vielleicht auch etwas Mut.
Den Mut von früher,
der unerschütterlich und naiv war.
Und den Erfahrungen,
andere Seelen,
aber wohl schlussendlich ich ganz allein,
zerbröseln liess.
Ich weiss,
Zuhause kann ich das Gesuchte nicht aufspüren.
Denn dort finde ich mich
immer wieder
in alten Mustern,
die mich nicht weiterbringen,
aufhalten davor,
gesund zu mir selbst zu sein.
Was ich hier suche,
muss ich also woanders finden.
Woanders tief in mir.
Wohl ein naives Paradox.
Vielleicht suche ich nur nach einem Grund,
zu gehen.
Vorwärts zu gehen.
Weiterzulaufen.
Davon.
Aufzuhören,
zu warten.
Oder wie eine Karte gespielt zu werden.
Wann bestimmt man mehr über sein Leben,
als wenn man aus allem ausbricht
und die sonst festen Parameter für wandelbar erklärt?
Eintaucht in tiefe, dunkle Gewässer.
Ins Unbekannte.
Vielleicht erkenne ich dabei weniges,
das mir weiterhilft.
Höchstwahrscheinlich sogar.
Kehre zurück,
um mich gleich wieder wie eine Mauerblume
ins Festgemeisselte einzupassen.
Irgendwann,
so kann es die Zeit einfordern.
Es geschieht scheinbar immer.
Also kann man nur hoffen,
man sei im Erleben schlauer geworden.
Reflektierter.
Zärter.
Näher bei sich,
als vorhin.
In einer umsichtigen Umarmung.
Auf dem Weg zur Besserung.
Das hier tue ich nur für mich.xxj
-
Der Mann und das Meer
Du sitzt da.
Deine rauen Hände unruhig,
Dein Blick blitzt hin und her.
Ruht kurz auf mir,
dann ist er wieder weg.
Du bist von innen nach aussen gekehrt
und doch verschlossen.
Ich sehe es,
das Etwas in Dir,
das Unruhe stiftet.
Das Dich aufwühlt,
es ist unbändig und grau.
Ich kann Dich mit meiner Wärme gerade nicht
erreichen.
Oder meiner täuschend echten Ruhe.
Weil Du eine Mauer baust,
eine aus Glas.
Nussbaum wäre Dir lieber,
aber Du befindest Dich nun auf
unbekannten Wegen.
Diese Zerbrechlichkeit an Dir
habe ich nur selten zu Gesicht bekommen.
Fast unmerklich bebt
eine Mischung aus Sorge und Trauer
in Deiner Stimme mit
und auch im Stillschweigen zwischen uns.
Ich fühle sie,
weil ich Dich mit meinem Herzen
spüre.
Wie immer spielst Du das scheiternde Versteckspiel
und ich begebe mich auf eine Suche nach dem
Unauffindbaren.
Du brauchst nicht so stürmisch
und auch nicht so betrübt zu sein,
nicht so kurz vor dem tosenden Bruch,
denn ich bleibe in meiner Klarheit
und in meinen tiefblauen Gedanken an Dich,
immer bei Dir.xxj
-
Empty Eyes
I cannot help you more
than with the words I whisper
intently
I try to explain that you need to go
with the wind of change
and accept that you are
painfully broken
lost
stuck in a dark place
why don‘t you search for light?
why can you not understand?
why can you not heal?
who have you become?
a broken man
who cannot find meaning.
I cannot help you more than with my words
I scream
and all you say is
it doesn‘t matter
a man, who doesn‘t matter
I see you wandering to places
without any sense of direction
saying things, which turn around in your head
but never come to a conclusion
you are desperate for solutions
but you don‘t know where they are
I cannot find them for you
I cannot heal you
I cannot
bear this
disappointment. guilt. sadness.
-
Schatten
Manchmal
da frage ich mich,
ob Du wirklich so anders bist,
als all die anderen.
Ob Du wirklich der bist,
den Du ausgibst zu sein.
Vor mir.
Sollte ich mich mehr auf
meine Zweifel
verlassen?
Es lassen?
Ich glaube,
Du hälst Dich zurück.
Das Du in dir.
Wieso denn?
Ich verstehe diese Taktik nicht.
Gegen den Takt anzukämpfen.
Mit Sicherheit
Unsicherheit zu schüren.
So sinnlos.
Was soll ich damit anfangen?
Womit aufhören?
Wie Dich abfangen?
Wie Dich richtig hören?
Ich kann Dich nicht begreifen,
nicht zu fassen kriegen.
Schmerzerfülltes
Unerfülltsein.
Meine Gedanken kreisen,
kreisen Dich ein.
Sie weisen keinen Weg.
Weglos.
Grundlos.
Du hast Deine Gründe,
die ich nie Verstehen werde.
Denn sie stehen allein
für sich.
[unabgeschlossen.]
xxj
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Not my words
Dermot Kennedy – An evening I will not forget
To all the occupied hearts:
“And I’m always thinking summertime with the bikes out
Pushing our luck, getting wiped out
Days with nothing but laughing loud
Underneath my coat, won’t you tap my shoulder, hold my hand
Nights with nothing but dark in there
You could be my armor then
Island smiles and cardigans
The nights that we’ve been drinking in
We’re here to help you kill all of this hurt that you’ve been harboring
Confessions should be better planned
Alone, that night, I’m surely damned
Run away, I’ll understand
What’s important is this evening I will not forget
Purple, blue, orange, red
These colors of feeling
Give me love, I’ll put my heart in it
And I think about it all the time
Lights went out, you were fine
You kinda struggle not to shineI still love you, though
I still love you, though
I still love you always
So hold me when I’m home, keep the evenings long
Crack and break and part ways
I still love you, though
I still love you, though
I still love you always.”– Dermot KennedyThe days will grow longer,
again,
at some point.xxj