Wie ging das nochmal,
mit dem wilden Leben?
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Wort zum Montag
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Ashen
Grey Peony.Find Peonies momentarilyin their early morning’s full bloom,revealing what lies within,the layers fall delicatelyas they burst open in true beauty.Grey is all,facets of a fading sun’s light,shades of fractioned or dazzling blanks,even painfully bright darknesses.And a poet’s lips would never whisperwhy their minds are filled with silverand their hearts are made of glass.xxj
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Horizont

you shall possess the good of the earth
and sun,
(there are millions of suns left)
– Walt WhitmanDas Meer hat sich zurückgezogen,
in seine Weite,
verschmolz mit dem Blau des Himmels.
Die Blätter lösten sich von den Ästen,
schwebten mit einem Lufthauch,
segelten sanft zu Boden.
Die Wolken flogen vorbei,
nur die Sonnenstrahlen brachen durch das weiche Weiss,
vielleicht verflüchtigten sie sich
aber auch nur zu Dunst.
Liebling, die Zeit vergeht
und das Leben geht weiter.
Distanzen vergrössern sich,
Vergangenheiten wachsen,
Sehnsüchte versickern im Sand,
immer noch genau gleich
wie vorher.
Die Tage werden nicht besser,
aber ich vielleicht schon,
ich mit mir.
Abgewendet,
dem glimmenden Horizont den Rücken zugedreht,
auf zerbröselnde Berge gestiegen,
um den Abschied des Lichts klarer zu sehen
und um den Mondschein deutlicher auf der Haut zu spüren,
davongetrieben, irgendwann dann abgehoben
mit dem Wind,
auf der Suche nach der nächsten Destination.
Wie kann es sein,
dass ich noch immer im Höhenflug bin
– und dass ich mich hier oben
doch nicht ganz leicht fühle?
Die Blüten öffnen sich zögerlich,
die Wiesen gedeihen ohnehin,
der Nachthimmel ist von klarem Schwarz,
damit die Funken mühelos erhellen.
Die Natur wandelt sich in Zyklen,
in ihr treffen Gegenpole
immer wieder aufs Neue
unausweichlich aufeinander.
Könnte sein, dass sie bleiben,
sich aushalten,
könnte sein, dass sie sich
abstossen,
sich auseinanderleben,
wieder voneinander lösen.
Gegenseitiges aufaddieren,
wegzählen,
begünstigen
und zerstören.
So ist es nun mal.
Manche Chancen bleiben unergriffen,
bewegende Momente verpasst,
Verbindungen gekappt.
Wege verschwinden im Nebel,
Möglichkeiten tauchen tief ab,
gehen unter.
Farben verschwimmen,
manches heilt nicht so schnell,
oder nie so richtig,
anderes transformiert sich,
entfaltet sich,
erblüht,
erstrahlt,
oder verkümmert.
Egal, was Du alles gehen lässt,
verliere Dich nicht selbst.
xxj
Ich hoffe,
was du freilässt,
befreit Dich.
Wirklich.wipe the dust away
carry all the weight
I miss someone
said
bury your heart
in the deepest ocean.
– Tash Sultana
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Bloss
Dermot Kennedy – Bring me down
Ich will fühlen.
War wieder an diesem Ort.
In diesem Raum in mir.
Ein Fleck.
Oh, weh.
Fast schmerzbefreit.
Ich glaube die Risse sind weniger zerrissen.
Die Wolken treiben immer noch vor sich hin.
Hellgrau.
Türmen sich auf,
fallen herab,
oder in sich zusammen.
In diesem Himmel bin ich am schwersten.
Unberechnet,
unberechenbar,
hier zählt kein Wissen
und keine Zukunft;
übersprungen ist die Zeit.
Die Nostalgie nimmt mich in die Arme;
so verklärt wie ich es mir nur erlügen kann,
das damals.
Ruhige Erkenntnislosigkeit,
kann nur empfinden,
mich be-finden.
Zwischen rau und weich,
inzwischen zwischendrin
in der bittersüssen Melancholie.
Eine Metamorphose vom
Gefühlssprudeln in gelähmte Betäubung.
Vom frischen, klaren Gespür
in zerfallendes, warmes Insichkehren.
Eudaimonie in der Trübseeligkeit.
Schön wars hier,
ich muss los.[Tür zu.]
xxj
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Letters
Always both,
fighting fires inside
and embracing them nevertheless,
they might teach you lessons,
you better learn.
Always both,
the weakness within,
which asks to define you,
find a way to consent to it
and to turn it inside out.Always both,
the tearing thoughts
that lead you nowhere,
follow their path playfully naively
and show them their dead ends.
Always both,
bathing in suffocating sorrow
for hours and hours,
and swallowing it in one big gulp,
that’s how you drop the weapon.
Always both,
hurt and bliss,
pain and pleasure,
laughs and tears,
beginnings and endings,
futures and pasts,
sunrises and sundowners,
and you can be all of them.
You can melt.
You can choose.
Soak yourself in contrasts,
contradict yourself,
switch forth and back,
back and forth,
keep going,
drive them mad,
as long as you know,
which side is yours,
yours truly.
xxj
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Subtle
To the moon.
I am a moonchild.
I am moonlight.
Glowing at night.
I do that,
a lot.xxj
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Femme
Wir müssen kämpfen, weil wir sind, wer wir sind.
Zürich, Mittwoch, 13. Mai, 19:32 Uhr
Auf dem Weg zum Bahnhof,
entlang der dichtbefahrenen Hohlstrasse,
zu Fuss,
weil Tram verpasst.
Es ist noch hell.
Ich hör laut Musik.
Muss mich beeilen.
Der Mann
hinter mir
auf dem Fahrrad,
im Augenwinkel sehe ich,
wie er mich von oben bis unten mustert,
zu langsam vorbeifährt.
Sein Gesichtsausdruck war unverfroren,
schamlos.
Vielleicht sogar etwas rechthaberisch.
Leichtes sirnrunzeln,
leichter Ärger,
aber keine Zeit.
“Er ist ja weg.”
An der nächsten Ecke,
ich nehme sein Fahrrad,
im ersten Moment
nicht bewusst wahr,
ich laufe zielstrebig,
dann dieses Gefühl,
ich dreh mich um,
er ist wieder da,
er fährt hinter mir,
nah,
zu nah,
starrt auf mein Hinten,
auf meine Rückseite,
die unter der Gürtellinie,
starrt weiter,
als ich ihn anstarre.
Er fährt
sehr
langsam.
Meine Kinnlade fällt runter.
“Fahr weiter!”
“Na los!” (mit Handgeste)
“Fahr weiter!” (lauter, mit Handgeste)
“Das macht man nicht!” (dass ich das erklären muss…)
“Fahr weiter!” (bleibe stehen)
Ich muss stoppen,
damit er überhaupt auf die Idee kommt,
mich zu überholen.
Er tut es,
mit einem breiten Grinsen,
nach wie vor unausstehlich gemächlich,
mich immer noch musternd.
Ich scheuche weiter mit meiner Hand.
Entrüstet im Moment.
Im Nachhinein enttäuscht.
Mit hängendem Kopf ging ich weiter.
“Mann!” (zu mir selber)
Das hat mir echt die Laune verdorben.
Diese provokante Frechheit.
Ja, das war provokant.
Nicht, wie ich unterwegs war,
wie ich jeden Tag unterwegs bin.
Nicht, was ich anhatte,
was ich jeden Tag anhabe.
Dieses hämische Grinsen…
Für dieses hämische Grinsen
gibt es kein Recht.
Es ist unrecht.
Es ist eine Demütgung,
dabei geht’s hier gar nicht um meinen Stolz.
Es ist beschämend,
obwohl ich mich nicht schämen muss,
ich zu sein.
Es ist eine Blossstellung,
ohne, dass ich irgendwelche Blösse gezeigt hätte.
Es ist
elend.
Echt jetzt.Ich habe die Geschichte schon mal jemandem erzählt:
“Naja, kann man ihm fast nicht übel nehmen.
Ist ja ein guter Anblick bei Dir.”
Das war als Kompliment gemeint.
Ich konnte nicht danke sagen.Wir müssen kämpfen, weil wir sind, wer wir sind.
jana
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Not my words
„What I’ve learnt from the ocean
Hard to dance and rejoice in the motion
Let the sun have its moment
The moon will come
[…]
What I’ve learnt from a traveler
There’s no road that can lead to nirvana
There’s a world to discover
But home is love
Mhm.“
– Jacob BanksHe speaks my heart.
xxj
