Your heart is so open,
you will get hurt,
they said.
How,
she said,
if I do not feel vulnerable?
xxj
I am jana. I write.
chosen words.
these mindscapes are whispers of my heart and a plunge into my thoughts.
Your heart is so open,
you will get hurt,
they said.
How,
she said,
if I do not feel vulnerable?
xxj
Es gibt diese flüchtigen Momente,
manchmal tagsüber im luftleeren Kopf,
am Rande eines fliessenden Gedankenraums,
einfach so,
seltene Erinnerungsspuren,
wie Abdrücke im Wasser,
sie drängt sich dann auf:
bist Du eigentlich glücklich damit?
Mich fallen gelassen zu haben,
wie ein Meerestropfen,
mir zugeschaut zu haben,
wie ich zerbarst?
Ganz ehrlich,
das verzeih’ ich Dir nie.
– nicht wirklich.
nicht in echt.
xxj
die Liebe.
ja, die Liebe,
die habe ich mir echt anders vorgestellt.
Für trübe Tage:
Appleby – Young Lost Love
“I listen to the rain
As it bumps of the window
Of this car, it’s a rental
I still drive by the beachside
Thinkin about you
And I
But there’s nothing left to gain
By looking at the rain
Its a reminder
Reminder
That we are not the same
Anymore.”
Kurz vor dem Wolkenbruch,
es liegt in der Luft,
sinnlich,
wie die Felder mit dem Wetter tanzen,
sich Augenblicke ausbreiten,
klare Formen annehmen,
sich die Aussicht in der Weite verliert.
Berauschendes Blätterrascheln,
pathetisch
neigen sich die Bäume zueinander,
die Äste tasten,
streifen sich kurz,
ein Hauch,
wie bei einem flüchtigen Kuss.
Wenn ich so daliege,
beobachte ich die Himmelsdecke,
wie sich dort oben Schmiegsames verbindet,
fest
umschlingt
und vereint davonschwebt,
über mich hinüber, hinweg.
Die feinen Tropfen fallen,
prasseln sachte,
in Zeitlupe, immerzu
unablässig
auf meine heisse Haut.
Sie kühlen,
wo ich brenne.
Die Halme wehen mit dem Wind,
kitzeln mein Gesicht,
meine nackten Oberschenkel,
und sie wachsen, reichen so hoch,
dass ich die Berggipfel nicht mehr sehen kann,
streicheln den Horizont,
zärtlich.
Feucht ist der Untergrund,
heftig
die Bewegung,
die innere Regung,
ich sinke hinein,
die Erde hinterlässt deutliche Spuren,
auf meinem weichen Körper.
Das Gras in den Händen,
ich greife fest danach,
es hält mich
still,
nahe am Erdboden,
damit ich eingehend spüre,
selbst wenn ich mich auflöse.
Der Duft nach Sommerregen,
ein laues Lüftchen
streicht mir über den Rücken
und über den Baumwipfeln
singen die Spatzen
unverblümt
im Takt meiner Atemzüge.
Dann bricht die Abendsonne hindurch,
zaghaft sind ihre letzten Berührungen,
ihr müdes Licht
verbreitet eine versöhnliche Ruhe
und ich schliesse
befriedigt
meine Augen.
xxj
Wie ging das nochmal,
mit dem wilden Leben?

you shall possess the good of the earth
and sun,
(there are millions of suns left)
– Walt Whitman
Das Meer hat sich zurückgezogen,
in seine Weite,
verschmolz mit dem Blau des Himmels.
Die Blätter lösten sich von den Ästen,
schwebten mit einem Lufthauch,
segelten sanft zu Boden.
Die Wolken flogen vorbei,
nur die Sonnenstrahlen brachen durch das weiche Weiss,
vielleicht verflüchtigten sie sich
aber auch nur zu Dunst.
Liebling, die Zeit vergeht
und das Leben geht weiter.
Distanzen vergrössern sich,
Vergangenheiten wachsen,
Sehnsüchte versickern im Sand,
immer noch genau gleich
wie vorher.
Die Tage werden nicht besser,
aber ich vielleicht schon,
ich mit mir.
Abgewendet,
dem glimmenden Horizont den Rücken zugedreht,
auf zerbröselnde Berge gestiegen,
um den Abschied des Lichts klarer zu sehen
und um den Mondschein deutlicher auf der Haut zu spüren,
davongetrieben, irgendwann dann abgehoben
mit dem Wind,
auf der Suche nach der nächsten Destination.
Wie kann es sein,
dass ich noch immer im Höhenflug bin
– und dass ich mich hier oben
doch nicht ganz leicht fühle?
Die Blüten öffnen sich zögerlich,
die Wiesen gedeihen ohnehin,
der Nachthimmel ist von klarem Schwarz,
damit die Funken mühelos erhellen.
Die Natur wandelt sich in Zyklen,
in ihr treffen Gegenpole
immer wieder aufs Neue
unausweichlich aufeinander.
Könnte sein, dass sie bleiben,
sich aushalten,
könnte sein, dass sie sich
abstossen,
sich auseinanderleben,
wieder voneinander lösen.
Gegenseitiges aufaddieren,
wegzählen,
begünstigen
und zerstören.
So ist es nun mal.
Manche Chancen bleiben unergriffen,
bewegende Momente verpasst,
Verbindungen gekappt.
Wege verschwinden im Nebel,
Möglichkeiten tauchen tief ab,
gehen unter.
Farben verschwimmen,
manches heilt nicht so schnell,
oder nie so richtig,
anderes transformiert sich,
entfaltet sich,
erblüht,
erstrahlt,
oder verkümmert.
Egal, was Du alles gehen lässt,
verliere Dich nicht selbst.
xxj
Ich hoffe,
was du freilässt,
befreit Dich.
Wirklich.
wipe the dust away
carry all the weight
I miss someone
said
bury your heart
in the deepest ocean.
– Tash Sultana
Dermot Kennedy – Bring me down
Ich will fühlen.
War wieder an diesem Ort.
In diesem Raum in mir.
Ein Fleck.
Oh, weh.
Fast schmerzbefreit.
Ich glaube die Risse sind weniger zerrissen.
Die Wolken treiben immer noch vor sich hin.
Hellgrau.
Türmen sich auf,
fallen herab,
oder in sich zusammen.
In diesem Himmel bin ich am schwersten.
Unberechnet,
unberechenbar,
hier zählt kein Wissen
und keine Zukunft;
übersprungen ist die Zeit.
Die Nostalgie nimmt mich in die Arme;
so verklärt wie ich es mir nur erlügen kann,
das damals.
Ruhige Erkenntnislosigkeit,
kann nur empfinden,
mich be-finden.
Zwischen rau und weich,
inzwischen zwischendrin
in der bittersüssen Melancholie.
Eine Metamorphose vom
Gefühlssprudeln in gelähmte Betäubung.
Vom frischen, klaren Gespür
in zerfallendes, warmes Insichkehren.
Eudaimonie in der Trübseeligkeit.
Schön wars hier,
ich muss los.
[Tür zu.]
xxj
Always both,
fighting fires inside
and embracing them nevertheless,
they might teach you lessons,
you better learn.
Always both,
the weakness within,
which asks to define you,
find a way to consent to it
and to turn it inside out.
Always both,
the tearing thoughts
that lead you nowhere,
follow their path playfully naively
and show them their dead ends.
Always both,
bathing in suffocating sorrow
for hours and hours,
and swallowing it in one big gulp,
that’s how you drop the weapon.
Always both,
hurt and bliss,
pain and pleasure,
laughs and tears,
beginnings and endings,
futures and pasts,
sunrises and sundowners,
and you can be all of them.
You can melt.
You can choose.
Soak yourself in contrasts,
contradict yourself,
switch forth and back,
back and forth,
keep going,
drive them mad,
as long as you know,
which side is yours,
yours truly.
xxj