I am not a woman,
who overstays her welcome
anymore.
I move on
with grace,
peacefully,
not letting anyone brush
against my mellowness,
nor my depth.
The ocean waves inside of me
might build up silently,
just to wash away
the leap of faith
I so generously granted.
With a loud roar
they demolish
what is not meant for me
because they know
that the right things
need room,
open wide space,
to become.
Thriving
doesn’t happen by chance,
it takes seeds to be planted,
soil to be nurtured,
time and care we invest.
Building requires hands
and will.
I will always be willing
to make my hands dirty,
to replant moss
in the driest of places,
and to carve soft curves into stone,
just to allow rivers
to run wild.
I am not bitter
about life
or the way that I love
to give.
I am not ashamed
of failing
or of trying again
from the beginning.
My senses are sharp
and so is my tongue.
A fairness,
I first and foremost
owe to myself.
I am looking after
my heart,
what an honor this is
and what a joy.
xxj
p.s.
I take risks
while disregarding the chances
because I believe this world
cannot be built in the mind.
She gets to be experienced
through the magic
one is willing
to find.
-
A promise to myself
-
wach
Wie merkwürdig wir Dinge
irgendwo
zwischen Rauch, Bewegung, schnellen Atemzügen
und diffusen Lichtern wahrnehmen,
wenn sie in ihrer inneren Ruhe,
einer fast tastbaren Gelassenheit,
still zu stehen scheinen.
Eine bodenständige Präsenz
inmitten des Tumults.
Blicke sind tausend Geschichten wert.
Es sind Anfänge,
die unberührt bleiben können,
ohne dass man je wieder einen weiteren Gedanken
an sie verschwendet.
Oder man fängt sie ein
und spinnt damit weiter,
was einst keine Verbindung spürte.
Sich hineingeben in etwas,
das es noch nie gab
und für das es zwei braucht.
Die Frechheit,
die sich bei mir nachts auf die Lippen legt,
überrascht mich manchmal selbst.
Dreist, direkt auf das Fragwürdige zu:
Mut,
der sich in diesem Moment gar nicht danach anfühlt,
sondern nur nach einem Recken
nach Chancen.
Es sind wir, die das Leben formen,
die Blicke erwidern.
Die Anfangen,
oder im Warten verweilen und nie anfangen,
und ohne zeitliches Mass,
spät, frühzeitig,
herzzerreissend langsam oder überrumpelnd abrupt
beenden.
Warum sich jemand gut anfühlt,
hat nichts mit der Wahrheit zu tun.
Es ist ein glücklicher Zufall
und ein paar weitere Dinge,
die man eigentlich gerne beeinflussen möchte.
Jemand, der sich ebenso freiwillig
als Teil des gemeinen Konstrukts sieht
und Mikroentscheidungen in Sekundenschnelle trifft,
die zum eigenen Unsinn passen.
Nicht perfekt oder symmetrisch
wie Zahnräder in Maschinen,
sondern einfach so,
dass das lückenhafte System weiterläuft.
So, wie die Anordnung der Sterne im Weltall.
Oder die vertraute Sprache,
mit der wir so unbeholfen kommunizieren.Gemeinsam haben wir uns verschworen
für ein paar zarte, ausschweifende Stunden,
direkt am Rand des Alltags
die Regeln zu vergessen
und unseren improvisierten Plan
durchzuziehen.
Die Sinne nun gerichtet auf das,
was zwischen uns liegt
und übermütig ignorierend,
dass wir Teil der Welt sind.
Für andere bewusst verloren gehen,
um im eigenen Hier und Jetzt
Parallelen zu finden.
Suspension der Zeit.
Die Atmung so tief,
als sei man kurz davor,
für immer abzutauchen.
Hinter verschlossenen Türen
entfaltet sich der Weltschmerz.
Versickerter Kummer
in grösserem oder kleinerem Ausmass,
aber nur unterschwellig
zwischen den Zeilen.
Es fällt stumm der kollektive Entscheid,
sie zu überlesen.
Und eine Bitte:
Lass uns lebendig sein
in der Schnittmenge unserer Grenzen.
Ein wahrscheinlich zum Scheitern verurteilter,
unaufdringlicher Versuch,
die Norm zu sprengen.
Mitten im Morgengrauen
ist es Nacht und Tag zugleich.
Gedanken und Körper gelöster
als sonst.
Friedlich.
Das Licht draussen ruft,
die verschwiegene Dunkelheit
und die unbewegte Luft halten fest.
Wie schwer es fallen kann,
ins Helle zurückzukehren,
wenn das Andere einen liebevoll umschlingt.
Die Knochen gewichtiger als sonst
und der Sinn dumpf.
Reboot der Auffassungsgabe
mit zig Fehlermeldungen,
gefolgt von verhaltenem, pflichtbewusstem
Wegdrücken.
Kurz vor dem entscheidenden Schritt,
schleierhafte Schatten hinter sich.
Ganz klar glücklich
am Ende der Tragödie.
Es gibt keinen anderen Weg,
als wieder raus
– zumindest in meinem Verständnis
davon, wie das Leben funktioniert.
Selbstbestimmter Schwellenübertritt.
Dankbar dafür,
dass die Sonne erbarmungslos strahlt
und das Leben draussen im schmerzhaft vollen Gange ist.
Starrer Blick gesenkt
und dennoch nach vorne gerichtet.
Und dann diese unerwartet anwesende
Bereitschaft.
Ruhige Gegenwärtigkeit,
nach wie vor.
Wenn,
dann machen wir das Seite an Seite.
Und alles Weitere
ist in seiner Heftigkeit besänftigt
und nur noch ein Bruchteil
seines Gewichts.
xxj
-
Always
returning to words
when the emotions run wild.xxj
-
Renewed
I settled
into my being
and the world
adjusted
to the magnetic force
of my becoming.xxj
-
zuvor
Kingfishr – Heart in the Water
22.02.24
Eine viel zu frühe Sehnsucht breitet sich in mir aus,
wenn du absorbiert im Leben bist.
Ich war mir meiner in mir schlummernden Besorgnis davor,
meine Unabhängigkeit in deinen Augen
oder im gemeinsamen Sein
zu verlieren, nicht in ihrem gesamten Umfang bewusst.Wie ich mir gleichzeitig nichts sehnlicher wünsche,
sie als eine alte Last endlich ablegen zu können,
in Hände, vor denen ich keine Furcht haben muss.
Hände, die das was übrig bleibt
behutsam behandeln,
und beschützen anstatt zu beängstigen.
[… unbeendet.]
xxj
-
Leaving Home
did you need to leave at first to come home now?
does coming home require you to leave wherever else you were?Transitioning.
Bearing it, the neither nor,
the blend between past and future,
the liking of the obsolete and the young
just the same.
A quest.
Some things cannot be understood
or clearly outspoken.
Some phases cannot be obviated
or skipped over.
Relentlessly.
No matter how hard you beg.
You’re in charge
every day, no pause.
Hiding won’t grant you relief.
Questioning.
Adapting might be the easiest choice.
Giving up might be too straightforward.
Collecting achievements
as if someone actually cared.
Deciding
what to say ‘no’ to
constantly
because this is what defines your
reality.
Healing.
Processes don’t ask for their end,
they ask of you to endure.
The same way cycles like to repeat themselves
until you find a way to change nature.
Powerless.
But owning the place
you’ve put yourself in.
What a gift to be able
to experience life as it unfolds.
Perspectives.
You only have one moment in time.
Only one way to look at it.
You are not infinite right now.
But maybe you will be.
Or maybe you already were.
xxj
-
Kummer
Was mich zerrüttet,
ist der Anblick von zerbrochenem Gestein
das in klares, wildes Gewässer stürzt.
Hartes Aufprallen auf weichem Fluss.
Mein Herz,
es glüht.Ihr hättet beide die Umarmung der Welt verdient
und doch seid ihr am äusseren Rand der Lebensfreude gelandet.
Es ist ein hoffnungslos fortwährendes Bestreben,
sinnvoll verstehen zu wollen.
Währenddessen häufen sich emotionsschwere Erinnerungsschnipsel,
von denen ich mich nicht so leicht wieder fortreissen kann.Beim seltenen Wiedersehen gerate ich in eine hartnäckige Sprachlosigkeit,
die in der Mitte meines Wesens ihre Wurzeln schlägt
und sich festbeisst wie altes Polareis.
Es geht für mich nicht auf,
dass sich in anderen Augen die Realität, ohne Tageslicht,
zerkrümelt und zermürbt, zeigt.Und dass die unbeirrte Zeit
einen anderen Lauf nimmt,
als bei mir.
Dass sie früher abläuft
oder schneller fortschreitet,
so genau kann ich es nicht sagen.Im von Weltschmerz bekümmerten Blick
legten sich die kargen Winterbäume und der freie Himmel nieder.
Ich sah in diesem Trübnis die Fragen, die nie richtig gestellt werden,
und das Niedergeschlagene,
das dort im Innern sitzt und schlummert
und mir stur den Rücken zudreht.Ich kenne das zähe Zehren und den bitteren Schmerz,
die gebrochene Stimme eines bestürzten Herzens.
Ich kann es von allen Seiten her beschreiben.
Es bringt mir nichts.
Ausser, dass es mich in Mitleidenschaft zieht
und daran erinnert, dass mein treues Vertrauen ins Gute verraten wird.Ich wünsche mir für euch
sanftmütigere Gedanken
und einen gewaltigeren Zukunftsdrang.
Willen,
zu handeln.
Und zu formen, was felsenfest ist.Dass ihr den Tatsachen das Gegenteil beweist
und alles mögliche Glück
aus der Gegenwart herauskitzelt
bis ihr euch satt, oder sogar erschlagen, fühlt
von der Fülle aller ausgelebten Träume.
Ja, euch würde ich es gönnen.Und wie.
xxj
-
Frühling
Mein Herz drohte zu zerreissen.
Schmerzhaft,
aber nicht so,
wie ich es auswendig weiss.
Das zehrende Leiden der Leidenschaft,
findet seinen Platz
irgendwo zwischen vergangenem Wehmut
und neuem Glück.
Und du warst es,
der die Teile zusammenhielt,
der meinen Körper bestimmt an deinen zog.
Du liesst deine Wärme in meine Adern strömen
und schenktest mir deinen beständigen Takt,
damit meiner pausieren konnte.
Du hast deine Haut über meine streifen lassen,
hast mich spüren lassen,
was sich nie ganz berühren kann,
hast mich behutsam zusammengehaltenund hast mich angeschaut.
Du hast furchtlos in mich hinein geschaut,
mit deinen logischen Gedanken
und ich weiss,
dass du dort auf Vernunftwidriges stiesst,
aber es hat dich nicht gestört,
mein ordentliches Chaos,
das Klangmalen in mir.
Wir beide hängen zu fest
am andersartigen.
Und da in diesem Augenblick,
da haben jegliche Worte versagt
und es zählten nur die Versuche,
welche zu ehrlichen Entdeckungen führten.Beide gewillt,
richtig zu sehen.
Irgendwie war das gerade alles,
was ich von der Realität brauchte.
Einen innigen Versuch.
Schonungslos zog mich der Strudel hinein,
in dieses immense Gefühl.
Ich konnte schwören,
dass wir uns gerade drehten,
uns zeitgleich, parallell, vielleicht analog
und vielleicht komplett andersherum,
du logisch und ich fühlend,
oder ich konsequent und du gedankenverloren,
uns verblüfft irgendwie auf irgendeine Art
zu verlieren begannen.
Ineinander.
Und ich glaube,
es ist ein Ding der Unmöglichkeit,
dass ich diese delikate Kollision
jemals vergessen werde,
denn ich wusste nicht einmal,
dass es das gibt.Du hast mit meiner Seele geatmet,
sodass ich mich komplett auflöste,
in diesem Moment,
in welchem sich selbst die Zeit beruhigte.
Ich hätte dir entgleiten können,
vor lauter Unbeschwertheit,
aber du warst zu präsent.
Du warst da.
Viel zu simpel,
um in Frage gestellt zu werden.
Ich bin nun überzeugt
von unmöglichen Möglichkeiten.
Und wenn das der Anfang ist,
dann bitte lass es
niemals zu Ende gehen.xxj