Alle sagen, sie seien nicht auf der Suche.
Dabei suchen wir alle.
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Gedankenfehler
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Denkanstoss
Hast Du immer zu viel gefühlt,
aber zu wenig gedacht?
Oder zu wenig gefühlt,
und zu viel gedacht?
Herzensmensch?
Denkmensch?
Freigeist?
Gefangen?
Sentimental?
Abgestumpft?
Verweichlicht?
Versteinert?
Irsinnig innig?
Völlig Unterkühlt?
Kompliziert?
Einfältig?
Glücklich?
Ja, ich frag Dich,
Glücklich?
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Abdriften
Offener Blick.
Diese ewige Millisekunde.
Dieses blanke Aufschauen.
Anschauen.
Auch im Stockdunkeln.
Sie funkeln.
Die wachen Augen.
Beiden bewusst.
Jetzt.
Ineinander hineingeschaut,
ohne zu verstehen.
Aber um zu spüren.
Funken zu versprühen.
Blitze.
Knisterndes Feuer.
Waldbrand.
Gemeinsam,
jeder für sich,
in die Brandung stürzen.
Fliessende Kurven.
Starkes, seelenruhiges Anspannen.
Heftige Wellen der Entspannung.
Miteinander versinken.
Verschmelzen.
Ineinander.
Wegen einander.
In blaue Flammen aufgehen.
In sich zusammenstürzen.
Zusammenströmen.
Ineinanderfliessen.
Zerfliessen.
Im Rausch treiben lassen.
Gleichmässig.
Tosen.
Toben.
Gewaltsam.
Sanft.
Eingehüllt im Gegenüber.
Weltstillstand.
Unverkennbares, scharfes Einatmen.
Festgehalten im Jetzt.
Wände niedergerissen.
Steinharte Felswände.
Tiefverwurzelte Wälder.
In aller Ruhe.
Ich selber,
oder Du.
Wo fange ich an,
wo hörst Du auf?
Engumschlungen loslassen.
Eingefrorenes zum Schmelzen bringen.
Lautes, wohliges Herzpochen.
Herzverbunden.
Seelenvereint.
Einander
Eins.
Wir.
Sanftmütig Gedankenverloren.
Und gleichzeitig so schonungslos klar und präsent.
Gemütsruhe in der Bewegungslosigkeit.
Obwohl gerade alles bebt.
Mit geschlossenen Augen einander sehen.
Das zarte Zittern deutlich spüren.
Das Leuchten des Anderen in seiner Ausdehnung fühlen.
Wie es bis mitten hinein seine Helligkeit verbreitet.
Die kurzzeitige, rückhaltlose Offenherzigkeit zulassen.
Völlig zeitvergessen.
Lautlos seufzen.Lass einfach Deinen Körper für Dich sprechen,
wenn es Dir die Sprache verschlägt.xx j
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Treibenlassen
Jetzt im Dunklen,
im Blau-Schwarz,
wo ich das Atmen in der stillstehenden Luft knistern höre,
auf meiner warmen Haut aufprallen spüre,
oder nahe unter dem brennenden Himmel
im Hallen entfernt dröhnender Beats
versuche ich, mich nicht mehr so zu
fühlen,
wie dann.
Ja, Lieber,
nimm dir einen kurzen Moment.
Jetzt
ganz langsam.
Dieses Mal spüre ich tief,
was sich alles einzigartig verändert.
Hör auf,
zu viel nachzudenken.
Viel zu viel.
Die Liebe heilt uns.
Die Liebe heilt uns.
Immer und immer wieder.
Jetzt lass Dich treiben im Tanz.
Bewege Dich mit mir.
Ich bewege mich mit Dir.
Jetzt habe ich angefangen.
Jetzt kann ich nicht mehr aufhören.
Hier oben ist die Aussicht so
schön.
Immer und immer wieder.
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Seelennarbe
Ich will mich
eigentlich
schon lange nicht mehr mit dir beschäftigen.
Aber du warst
so lange
ein Teil von mir.
Eine Ewigkeit.
Wie lässt man einen Teil von sich
los?
Wie gibt man einen Teil von sich
auf?
Wie entliebt man sich?
Geht das?
So notgedrungen?
So wahllos?
Abstand soll helfen,
akzeptieren auch
– das sind doch alles Zwangsmassnahmen.
Und während du
dich ablenkst,
fühle ich mich mit Unmöglichem konfrontiert.
Vergessen würde helfen.
Darin bin ich ganz okay.
Auch im Einreden.
Es sind aber alles Lügen.
Ich kann
dich nicht vergessen.
Ich kann es mir nicht mal schönreden.
Also bleibt die Liebe entweder immer da,
oder sie wandelt sich zu so etwasem wie
Unliebe.
Weil traurig.
Weil hoffnungslos.
Es ist so.
Der Teil bleibt da
und verwelkt.
Wird irgendwann bevormundet von anderen Gefühlen.
Für andere Menschen.
Verblasst.
Wirkt ferner.
Von wegen entfernt.
– und genau das ist es.
Für immer.
Bedanken werde ich mich dafür nicht.xxj
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Wohin?
Beissend-kalter Wind,
wohlig-warmer Sand,
salzige Lippen,
das Meer liegt in der Luft,
Gedanken schwappen über,
das Herz kommt zur Ruhe,
die Seele treibt mit den Wellen davon.
Zurück bleibt das Selbst,
wenn alle Hüllen weggespült sind
– und wenn Du Dich nun
geborgen fühlst,
dann bist Du auf dem richtigen Weg.– xxj
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Entzweit
Merkwürdiges Gefühl,
dieses wachsende Verachten,
das auf die verlorene Liebe folgt.
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Adé
Ich warte noch
auf den Moment,
ab dem ich
zu allen,
die zu mir vielleicht sagen,
nein sage
n kann.