Some days,
my roots reach the sky.
xxj
I am jana. I write.
chosen words.
these mindscapes are whispers of my heart and a plunge into my thoughts.
Some days,
my roots reach the sky.
xxj
Wenn die Blätter fallen
in allen erdenklichen Farbtönen
aber vor allem brennendem Orange
und hoffnungsvollem Gelb,
dann fällst auch Du von mir ab.
Du und unsere Vergangenheit,
das, was wir kräftezehrend erschaffen haben,
das, was wir geruhsam zum Wachsen brachten,
das, was wir mit Mühe erblühen liessen,
oder mit Leichtigkeit,
das einst kraftvoll lebendige Blattgrün,
es fällt von mir ab.
Weil unsere gemeinsame Zeit vorbei ist.
Wir sind am Ende angelangt.
Bevor es weitergeht,
neues, frisches Grün,
neue Liebe wächst.
Und wenn ich Dir so nachschaue,
wie Du erst schwermütig fliegst
und dann schwerelos fällst,
den wunderschönen Tanz beobachte,
dann schmerzt es etwas.
Aber ich lass’ Dich gehn.
Denn es tut auch gut,
es befreit,
die liebgewonnene Last abzuwerfen.
Diesen zu grossen Teil von mir.
Da er seine Nuancen geändert hat,
seine Beschaffenheit.
Und mir fremd geworden ist,
abgewandt.
Das war unser gemeinsamer Abschnitt.
Teil des Lebens.
Lebendig war er einst.
Nie für immer.
Alles in der Hand von Mutter Natur.
Und der rennenden Zeit.
Tragische und einzigwahre
Vergänglichkeit.
Wie schön, dass Du da warst.
Dass Du bei mir warst.
Bei mir warst, während ich gewachsen bin.
In Deinem Schutz,
habe ich vieles falsch gemacht.
Aber auch vieles richtig.
Vor allem habe ich geliebt.
Richtig und falsch.
Gestrahlt in der Liebe
zu Dir
und erstarrt
und zerfallen.
Ich möchte wieder atmen,
bald im Frühling,
mit neuem, leuchtenden Grün.
Ich bin beinahe erstickt,
an uns.
Doch jetzt zuerst,
jetzt stehe ich da in meinem Grundgerüst,
jetzt bin ich ohne Schutz.
Mein Wesen, Kern, meine Essenz und innere Natur,
nur ich.
Ich friere noch etwas
und ich fühle mich beänstigend allein.
Offenbart.
Enthüllt.
Aber stark in meiner Basis.
Und tief verwurzelt.
Beständig.
Widerständig.
Eine wichtige Lektion.
Ja und dann,
wenn ich bereit bin
und wenn die Zeit reif ist,
dann erwache ich wieder zum
Leben.
Dann wachse ich von Neuem,
ergrüne, erstrahle, erblühe.
In meiner ganzen Schönheit.
Für eine neue Zeit lang.
Es ist in Ordnung,
dass es so passiert.
Neue Liebe wächst.
xxj

Kopfweg.
Kopfweh.
Goldige Freundschaften.
Sie sagen, ich
strahle.
Wieder.
Dass ich
wieder
zu meinem alten Ich
finde.
Ich wusste nie,
dass ich verloren gegangen bin.
Oder dass ich mich
wiederfinden
könnte.
Würde.
Alle sagen, sie seien nicht auf der Suche.
Dabei suchen wir alle.
Hast Du immer zu viel gefühlt,
aber zu wenig gedacht?
Oder zu wenig gefühlt,
und zu viel gedacht?
Herzensmensch?
Denkmensch?
Freigeist?
Gefangen?
Sentimental?
Abgestumpft?
Verweichlicht?
Versteinert?
Irsinnig innig?
Völlig Unterkühlt?
Kompliziert?
Einfältig?
Glücklich?
Ja, ich frag Dich,
Glücklich?
Offener Blick.
Diese ewige Millisekunde.
Dieses blanke Aufschauen.
Anschauen.
Auch im Stockdunkeln.
Sie funkeln.
Die wachen Augen.
Beiden bewusst.
Jetzt.
Ineinander hineingeschaut,
ohne zu verstehen.
Aber um zu spüren.
Funken zu versprühen.
Blitze.
Knisterndes Feuer.
Waldbrand.
Gemeinsam,
jeder für sich,
in die Brandung stürzen.
Fliessende Kurven.
Starkes, seelenruhiges Anspannen.
Heftige Wellen der Entspannung.
Miteinander versinken.
Verschmelzen.
Ineinander.
Wegen einander.
In blaue Flammen aufgehen.
In sich zusammenstürzen.
Zusammenströmen.
Ineinanderfliessen.
Zerfliessen.
Im Rausch treiben lassen.
Gleichmässig.
Tosen.
Toben.
Gewaltsam.
Sanft.
Eingehüllt im Gegenüber.
Weltstillstand.
Unverkennbares, scharfes Einatmen.
Festgehalten im Jetzt.
Wände niedergerissen.
Steinharte Felswände.
Tiefverwurzelte Wälder.
In aller Ruhe.
Ich selber,
oder Du.
Wo fange ich an,
wo hörst Du auf?
Engumschlungen loslassen.
Eingefrorenes zum Schmelzen bringen.
Lautes, wohliges Herzpochen.
Herzverbunden.
Seelenvereint.
Einander
Eins.
Wir.
Sanftmütig Gedankenverloren.
Und gleichzeitig so schonungslos klar und präsent.
Gemütsruhe in der Bewegungslosigkeit.
Obwohl gerade alles bebt.
Mit geschlossenen Augen einander sehen.
Das zarte Zittern deutlich spüren.
Das Leuchten des Anderen in seiner Ausdehnung fühlen.
Wie es bis mitten hinein seine Helligkeit verbreitet.
Die kurzzeitige, rückhaltlose Offenherzigkeit zulassen.
Völlig zeitvergessen.
Lautlos seufzen.
Lass einfach Deinen Körper für Dich sprechen,
wenn es Dir die Sprache verschlägt.
xx j
Jetzt im Dunklen,
im Blau-Schwarz,
wo ich das Atmen in der stillstehenden Luft knistern höre,
auf meiner warmen Haut aufprallen spüre,
oder nahe unter dem brennenden Himmel
im Hallen entfernt dröhnender Beats
versuche ich, mich nicht mehr so zu
fühlen,
wie dann.
Ja, Lieber,
nimm dir einen kurzen Moment.
Jetzt
ganz langsam.
Dieses Mal spüre ich tief,
was sich alles einzigartig verändert.
Hör auf,
zu viel nachzudenken.
Viel zu viel.
Die Liebe heilt uns.
Die Liebe heilt uns.
Immer und immer wieder.
Jetzt lass Dich treiben im Tanz.
Bewege Dich mit mir.
Ich bewege mich mit Dir.
Jetzt habe ich angefangen.
Jetzt kann ich nicht mehr aufhören.
Hier oben ist die Aussicht so
schön.
Immer und immer wieder.
Ich will mich
eigentlich
schon lange nicht mehr mit dir beschäftigen.
Aber du warst
so lange
ein Teil von mir.
Eine Ewigkeit.
Wie lässt man einen Teil von sich
los?
Wie gibt man einen Teil von sich
auf?
Wie entliebt man sich?
Geht das?
So notgedrungen?
So wahllos?
Abstand soll helfen,
akzeptieren auch
– das sind doch alles Zwangsmassnahmen.
Und während du
dich ablenkst,
fühle ich mich mit Unmöglichem konfrontiert.
Vergessen würde helfen.
Darin bin ich ganz okay.
Auch im Einreden.
Es sind aber alles Lügen.
Ich kann
dich nicht vergessen.
Ich kann es mir nicht mal schönreden.
Also bleibt die Liebe entweder immer da,
oder sie wandelt sich zu so etwasem wie
Unliebe.
Weil traurig.
Weil hoffnungslos.
Es ist so.
Der Teil bleibt da
und verwelkt.
Wird irgendwann bevormundet von anderen Gefühlen.
Für andere Menschen.
Verblasst.
Wirkt ferner.
Von wegen entfernt.
– und genau das ist es.
Für immer.
Bedanken werde ich mich dafür nicht.
xxj